Geschichte Engadin Airport
Es ist verständlich, dass sich die am Fremdenverkehr interessierten Kreise bereits in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts Gedanken darüber machten, wie der Luftverkehr in den Dienst des Tourismus gestellte werden könnte. Bereits am 19. Dezember 1919, nachdem zuvor am 18. Juli die beiden Piloten Mittelholzer und Comte auf einer Wiese am Inn gelandet waren, überlies die Gemeinde einen Teil ihrer Weide ?Islas suot punt? dem Verkehrs- und Verschönerungsverein Samedan zur Errichtung eines Flugplatzes. Die Gemeinde hatte zusammen mit den Samedner Initianten den Flugplatz rechts des Inns in Islas erstellt.
1923 landete eine zweisitzige Militärmaschine mit zwei Herren aus Bern. Diese führten mit dem Komitee Verhandlungen über die mögliche militärische Nutzung der Anlage. Die Verhandlungen zogen sich aus verschiedenen Gründen in die Länge, so dass ein Vertragsabschluss mit der Bürgergemeinde und mit der politischen Gemeinde erst am 6. Dezember 1926 zustande kam. Das Hochwasser vom 11. September 1927 durchbrach den Inndamm und überdeckte die Landefläche mit Geschiebe.
Der Bund kündigte am 11. September 1928 aufgrund der Unbenutzbarkeit des Vertragsgegenstandes den Vertrag vom 6. Dezember 1926. 1935 wurde im Oberengadin ein neues Komitee für einen Flugplatz in der Champagna gegründet.
Am 5. September 1936 wurde an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung mit 105 Ja, 26 Nein und 2 Enthaltungen eine Beteiligung an der Genossenschaft von Fr. 5'000.00 sowie die Abtretung des Bodens für den Bau des Flugplatzes beschlossen. Am 21. August 1937 konnte der Präsident der Genossenschaft, Carl Nater aus St. Moritz, mitteilen, dass die Eröffnung des modernen und mi den besten Einrichtungen versehenen, internationalen Flugplatzes auf die Wintersaison 1937/38 in Aussicht stehe.
Der Platz wurde am 27. Januar 1938 für den Winterbetrieb freigegeben, und drei Wochen später erfolgte die erste Landung eines 14 plätzigen Passagierflugzeuges des Typs Douglas. Während der Kriegsjahre ist der Flugplatz durch das Militär benutzt, unterhalten und ausgebaut worden. Im Jahre 1950 hat der Bund die Anlage mit Ausnahme des bestehenden Hangars und Umschwung übernommen. Gleichzeitig wurde die Mitbenützung durch die Zivilluftfahrt zugesichert. Anfang des neuen Jahrtausends machte das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) klar, dass es sich wegen Nichtmehrgebrauchs demnächst vom Flugplatz Samedan zu trennen gedenke, und so ging der einzige Flughafen des Kantons Graubünden für einen einstelligen Millionenbetrag», per 1. Januar 2004 ins Bündner Finanzvermögen über.
Bei der Übernahme hat die Regierung des Kantons Graubünden jedoch unmissverständlich klar gemacht, dass der Kanton den Platz nicht selber zu betreiben gedenke.
Aus diesem Grunde schloss der Kanton Graubünden bereits am 5. Juli 2004 mit der neu gegründeten Engadin Airport AG (EA) einen Vertrag über den Betrieb des Engadin Airports.
Am 28. Januar 2008, ziemlich genau 70 Jahre nach der Eröffnung des Flughafens wurde mit der Vorstellung der Vorprojekte zur Erweiterung und den Ausbau des Engadin Airports ein neuer Meilenstein gesetzt, damit der Engadin Airport auch im neuen Jahrtausend als Wirtschaftmotor für die Region Engadin dienen kann.
Engadin Airport | Plazza Aviatica 2 | 7503 Samedan | T +41 81 851 08 51 | info@engadin-airport.ch
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